terrazarroIn der Geschichte von Architektur oder Kunst steht das Thema nicht sehr im Blickpunkt. Viel mehr Aufmerksamkeit wird seinem nahen optischen Verwandten, dem Mosaik, geschenkt.

Man findet hauptsächlich italienische Literatur und auch einige schöne Bildbände mit Arbeiten der "Terrazzieri" in den Palästen Venedigs in der Zeit vom 15. bis zum18. Jahrhundert.  Es ist diese Periode des klassischen Kalkterrazzos, die unsere ästhetische Vorstellung von einem Terrazzoboden am stärksten geprägt hat.

Auch heute noch wird mit Terrazzoböden Geld verdient und das ist wohl der Grund dafür, dass manche das Thema so aufbereiten, wie sie es gerade brauchen. Es wird so lange herumdefiniert, (falsch) übersetzt oder es wird Geschichte unterschlagen, bis alles passt. Da ist es fast egal, welche Terrazzovariante angeboten wird - "klassisch" wird sie fast immer genannt.

 

Da wundert man sich über Definitionen wie diese:

Terrazzo ist ein künstlicher mineralischer Werkstoff für Fußbodenbeläge

Oder sog. Sachverständige ignorieren rund 7000 Jahre Baugeschichte und möchten dem gerade mal gut 100 Jahre alten Zement-Terrazzo als einziger Variante das Recht zusprechen, sich "Terrazzo" zu nennen. Und irgendwann werden sie dann auch noch versuchen, die Risse im Zement-Terrazzo als ästhetisches Highlight zu verkaufen. 

 

Aber neben vielem Unsinn hat das Thema auch faszinierende Aspekte zu bieten, die eine eingehendere Beschäftigung damit durchaus lohnen:

Was ist Terrazzo?

Seit wann gibt es Terrazzoböden?

Was kostet Terrazzo?

Ist Terrazzo ein ökologischer Baustoff?

Kann man Terrazzo reparieren?