flusskies 900Die Frage, wie Terrazzo unter ökologischen Aspekten zu beurteilen sind, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Denn es kommt darauf an, welche Terrazzo-Variante man betrachtet. 

Am einfachsten und wohl eindeutig als ökologisch fragwürdig sind Terrazzo-Böden mit Kunststoffen als Bindemittel zu beurteilen.Die Basis von Polymer-, Acryl- oder Epoxidharz-Terrazzoböden sind aus Erdöl in chemisch-synthetischen Prozessen gewonnene Bindemittel. Weder die Herkunft der Rohstoffe, noch das Herstellungsverfahren und auch nicht das Ergebnis (Kunststoffboden mit mineralischen Anteilen), nicht die Haltbarkeit oder gar die Recycelfähigkeit (Entsorgung als Sondermüll) bieten da überzeugende positive Aspekte.

Kalk-, Zement- und Magnesit-Terrazzo haben da als mineralische Werkstoffe mit ggf. völlig zu vernachlässigenden Kunststoff-Anteilen (oft < 1%) deutlich bessere Karten. Sie sind bei Bedarf für Jahrhunderte haltbar und bereiten auch danach bei der Entsorgung keine Probleme. Belastet wird die Ökobilanz lediglich durch die für ihre Herstellung (das Brennen) notwendige Energiezufuhr. Hier ragt der Magnesit-Terrazzo heraus, da für seine Herstellung geringere Temperaturen als für Kalk oder Zement notwendig sind.

Als rundum positiv ist der Einsatz von Steinkörnungen im Terrazzo-Boden zu bewerten – schon Vitruv hat darauf hingewiesen, wie sinnvoll die Verwendung dieser Abbruchreste aus Marmor- und anderen Steinbrüchen ist. Und auch mit einfachem, preiswertem Flusskies sind wunderschöne Terrazzokombinationen erzielbar.

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