Was geschieht beim Venezianischen Steinboden chemisch? - Venezianischer Steinboden

Was geschieht beim Venezianischen Steinboden chemisch?

Ausgangspunkt des Systems ist das natürliche Mineral Magnesia (Magnesiumchlorid); Dieses wird gebrannt und so in Magnesiumoxide umgewandelt.

Der Boden entsteht dann durch die chemische Reaktion zwischen dem pulverförmigen Magnesium-Oxid, auch kaustische Magnesia genannt  und flüssigen Salzen (Magnesium-Chloriden).

Der Franzose Stanislas Sorel erkannte den Nutzen dieser Verbindung für Estriche und Böden schon Mitte des 19.Jahrhunderts. Das deshalb auch als Sorelzement bezeichnete Material war dann weltweit für viele Jahrzehnte ein gängiger Boden.

Oft wurden diesem Material dann auch organische Stoffe, wie z.B. Sägemehl hinzugefügt und noch heute liegen solche Estriche, bekannt als "Steinholz" unverwüstlich in zahlreichen, auch sehr renommierten Bauten.

Jetzt im neuen Jahrtausend haben kleinere technische Anpassungen dazu geführt, dass der wesentliche Nachteil des Magnesits - seine Wasserempfindlichkeit - deutlich reduziert werden konnte. So überzeugen die technischen, ästhetischen und ökologischen Vorteile mehr und mehr Planer und Bauherrn.

Magnesia-Adern im Steinbruch

Magnesia (MgO3) der natürliche Grundstoff des Systems

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